Filzen bedeutet ein Sich-Einlassen auf den Naturstoff Wolle, es erdet, macht geduldig, und hält sogar fit.

Die Herstellung von Filzbildern, das "Malen mit Wolle", ist ein langsamer Prozess, der Übung, ein gutes Auge, besonders viel Ausdauer und Konzentration erfordert - aber ungemein befriedigt, wenn etwas gelingt.

Das Spiel mit der Farbe fasziniert mich schon mein ganzes Leben lang und beim Filzen kann ich mich ausleben! Naturfarbenes Vlies oder in unglaublichen Tönen prangende gefärbte Tier-, Pflanzen- und Kunstfasern - die Vielfalt ist überwältigend.

schaflocken
Mein Lockenprojekt bei der Wiener Filzfestwoche

Für meine gefilzten Bilder bevorzuge ich Tiroler Bergschaf und Maori-Wolle, für andere Filzprojekte, zum Weben und Spinnen verwende und erforsche und verwende ich jedoch viele weitere Wollfasern mit den unterschiedlichsten Texturen und Eigenschaften, z. B. Jacobschaf, Bluefaced Leicester, Tunis, Manx Loaghtan, Falkland, Corriedale, Shetland, Kap-Merino, Neuseeland-Merino, Chubut, Drente Heideschaap und Texel.

Buch: "Light in the Landscape" von Peter Watson

Ein gefilztes Bild muss nicht unbedingt "haltbar" sein. Oft ist ein Motiv schon perfekt, bevor es gründlich gewalkt wurde - bei einem reinen Dekorationsobjekt kein Problem. Wenn ein Bild den Zustand erreicht hat, an dem man es schön findet, ist es fertig!

Alles, was fasrig ist bzw. verfilzt werden kann und sich nicht unbedingt für Gebrauchsgegenstände anbietet, kann verwendet werden: Glitzerzeug, Farne, Gräser, Baumrinde... Der Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt.